Popcorn: so gesund ist der Maissnack

Es ist einfach schrecklich! Alles, was lecker schmeckt, ist ungesund. Süßigkeiten, wie Bonobons, Schokolade oder Kekse enthalten viel Zucker und sind schlecht für die Zähne. Knabbergebäck, wie Kartoffelchips, Erdnussflips oder Salzletten enthalten viel Fett und viele Kohlenhydrate und machen dick.

Da wäre es doch herrlich, wenn es einen Kino-Snack gäbe, der nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist. Der aufgepuffte Mais wird in dieser Hinsicht von vielen Ernährungsforschern ins Feld geführt. Popcorn, das richtig zubereitet wurde, ist nämlich ein gesunder Snack.

Das heißt natürlich nicht, dass Sie sich ausschließlich von aufgepufftem Mais ernähren sollen. Eine ausgewogene Ernährung ist immer wichtig. Aber als leckeres Zwischendurch ist der Fernsehsnack eine gesunde Alternative.

Popcorn

So gesund ist Popcorn

Popcorn naturbelassen besteht nur aus aufgepufftem Mais. Und weil Mais reich ist an Ballaststoffen und Antioxidantien, ist auch das aufgepuffte Korn gesund.

So deckt der Kinosnack beispielsweise unseren täglichen Bedarf an Vollkorn bereits zu 70 Prozent. Wer kein Müsli-Liebhaber ist, kommt mithilfe des Maissnacks und einem schmackhaften Vollkornreis zum Mittagessen locker auf die notwendigen Ballaststoffe.

  • Wie mittlerweile vielen bekannt sein dürfte, fangen Antioxidantien, die auch Polyphenole genannt werden, freie Radikale ab. Da im aufgepufften Mais viele Antioxidantien vorhanden sind, ist Popcorn gesund.
  • Der amerikanische Wissenschaftler Joe Vinson hat in Zusammenarbeit mit seiner Crew festgestellt, dass in einer Portion Maissnack fast 300 Gramm Polyphenole enthalten sind.
  • Das ist viel, denn im Vergleich dazu verfügt beispielsweise eine Ration Obst nur über 160 Gramm der gesunden Antioxidantien. Das kommt daher, dass Obst zu einem großen Anteil aus Wasser besteht.

Selbstverständlich kann ein Lebensmittel nur dann als gesund bezeichnet werden, wenn es nicht auf der einen Seite wichtige Inhaltsstoffe aufweist und auf der anderen durch einen übermäßigen Zucker- oder Fettgehalt als Kalorienbombe eingestuft werden muss.

Deswegen ist es wichtig, dass Sie den Kinosnack entsprechend herstellen.

Popcorn gesund zubereiten

Das Wichtigste für die Herstellung eines gesunden Maissnacks ist, dass Sie auf überflüssige Kalorien verzichten. Das erreichen Sie, wenn Sie weder übermäßig viel Öl noch große Mengen an industriellem Zucker hinzufügen.

  1. Achten Sie darauf, dass der Boden Ihrer Pfanne oder Ihres Topfes nur leicht mit Öl bedeckt ist, und die Maiskörner nicht im Fett ertrinken. Besser ist es natürlich, wenn Sie ganz aufs Öl verzichten.
  2. Ein Grundrezept finden Sie direkt hier: Popcorn im Topf ohne Öl
  3. Auch beim Würzen sollten Sie vorsichtig sein. Wenn Sie ein Liebhaber des süßem Maissnack sind, muss Ihnen bewusst sein, dass sowohl Zucker, wie auch Schokolade der Zwischenmahlzeit zahlreiche Kalorien zufügen.
  4. Alternativ sollten Sie sich Gedanken machen über das Süßen ohne Zucker.

Low Carb Popcorn selber machen

Wer eher dem herzhaften Maissnack zugetan ist, hat es einfacher. Gewürze wie Paprikapulver, Curry oder auch Rosmarin haben keine Kalorien. Beim Würzen mit Salz ist allerdings ebenfalls Vorsicht geboten. Als Fazit lässt sich eindeutig festhalten: Der Kinosnack ist dann am gesündesten, wenn er naturbelassen ist und ohne Öl hergestellt wurde.

Popcorn gesund süßen

Aber auch die süßen Leckermäulchen müssen nicht verzweifeln. Schließlich lässt sich der Fernsehsnack nicht nur mit dem weißen Industriezucker verfeinern. Schon durch die Verwendung von braunem Rohrzucker kommen Sie der gesunden Alternative etwas näher. Besser noch ist es, wenn Sie den Maissnack mit reinem Bienenhonig veredeln.

Ahornsirup: Eine weitere Möglichkeit, den Snack zu süßen besteht in der Verwendung von Ahornsirup. Dieser wird aus dem Saft des Ahornbaumes gewonnen und ist somit ein reines Naturprodukt. Neben einigen Mineralstoffen enthält der Sirup außerdem Vitamine. Am wertvollsten ist Sirup der europäischen Güteklassen AA oder A. Er schmeckt fein und mild bis mild aromatisch.

Agavensirup: Ein beliebtes Süßungsmittel, das von Veganern gerne genutzt wird, ist der Agavendicksaft oder Agavensirup. Der Sirup, der aus eingekochtem Agavensaft besteht, beinhaltet zum größten Teil Fructose, also Fruchtzucker. Er weist einen niedrigen glykämischen Index auf und kann ebenfalls als gesundes Mittel zum Süßen des Maissnacks angesehen werden.

Kokosblütenzucker: Eine weitere Alternative bietet der Kokosblütenzucker. Er wird aus der Kokosblüte gewonnen. Dazu wird der Blütensaft eingekocht und zu Sirup verarbeitet. Anschließend wird er getrocknet und dann gemahlen. Der fertige Kokosblütenzucker ist gesund, weil er den Blutzuckerspiegel kaum in die Höhe treibt und angeblich sogar vor Heißhungerattacken bewahrt.

Birkenzucker: Auch mit Birkenzucker, der ursprünglich aus der Baumrinde gewonnen wurde, mittlerweile aber aus Mais hergestellt wird, haben Sie eine gesündere Möglichkeit den Maissnack zu süßen. Birkenzucker kann, wie der normale Haushaltszucker, über den fertig aufgepufften Mais gestreut werden.

Gesunde Popcorn Tipps

  • Wie jedes andere Lebensmittel auch, ist der Maissnack nur dann gesund, wenn er nicht im Übermaß verzehrt wird. Stellen Sie sich nur eine kleine Menge bereit, um sich selber nicht in Versuchung zu führen. Eine Handvoll Puffmaiskörner reicht aus, um sich den Fernsehabend zu verschönern.
  • Achten Sie beim Kauf des Popcornmaises auf biologischen Anbau. Es ist nicht förderlich für die Gesundheit, wenn Sie zwar Ihren hausgemachten Maissnack auf gesunde Weise zubereiten, aber gentechnisch modifizierten Mais verwenden. Tipps und Infos: Welcher Mais für Popcorn?
  • Wenn Sie sicher sein wollen, dass Ihr Snack keine unerwünschten Inhaltsstoffe aufweist, müssen Sie ihn von A bis Z selbst zubereiten. Greifen Sie nicht auf Fertigpopcorn aus dem Supermarkt zurück und verzichten Sie auf die Schnellmethode der Maistütchen für die Mikrowelle.
  • Nicht immer ist der herzhafte Kinosnack kalorienärmer, als der süße. Wenn Sie Ihren Snack mit Bacon und Käse würzen oder Überbacken, dürfen Sie sicher sein, dass Sie eine zwar leckere aber gleichzeitig eine kalorienreiche Zwischenmahlzeit zaubern.
  • Was viele nicht wissen: Wenn Sie eine beschichtete Pfanne zum Aufpuffen der Maiskörner benutzen, können Sie gänzlich auf die Zugabe von Fett oder Öl verzichten.